Metamorphe Gesteine

Mitunter erleben sogar Felsen einen zweiten Frühling. Metamorphe Gesteine – auch Metamorphite oder Umwandlungsgesteine genannt – entstehen, wenn bereits vorhandene magmatische oder sedimentäre Gesteine tief in die Erdkruste geraten und dort eine grundlegende Verwandlung durchmachen.

Gneis 1
Gneis 1

Auslöser sind tektonische Prozesse, die das Ausgangsgestein in größere Tiefen befördern. Unter hohem Druck und steigenden Temperaturen werden die Minerale neu angeordnet oder umgebildet, ohne dass das Gestein dabei schmilzt. Statt spröde zu brechen, kann es sich plastisch verformen. Daher zeigen viele Metamorphite eine typische Schieferung, die oft gefaltet oder verzerrt erscheint.

Im Zuge solcher Metamorphosen wird aus Granit Orthogneis, aus sedimentärem Ausgangsgestein Paragneis, aus Basalt Amphibolit, aus Gabbro Eklogit, aus Kalk oder Dolomit Marmor und aus Sandstein Quarzit.

Zu Gesicht bekommen wir diese umgewandelten Gesteine allerdings erst, wenn sie im Zuge tektonischer Hebungen wieder an die Oberfläche gelangen oder die Erosion die darüberliegenden Gesteinsschichten abträgt. Erst dann treten diese „Veteranen der Erdgeschichte“ wieder ins Rampenlicht.