Ist Wandern Motorsport? Laut einer Befragung in Bergauf, dem Mitgliedermagazin des Österreichischen Alpenvereins, fahren 87 Prozent vor allem mit dem eigenen Auto in die Berge – durchschnittlich 144 Kilometer für eine Tagestour, wie eine Mobilitätsumfrage des Deutschen Alpenvereins ergab.
Immerhin tuckere ich elektrisch dorthin, wo mich Öffis im Stich lassen – mit einem Kleinwagen, denn Größe und Gewicht sind auch bei einem Stromer entscheidende Verbrauchs-Faktoren.
Meine Erfahrung: Man muss anders planen als mit Benzinern oder Diesel, vor allem, weil das Laden zwischen einer halben und eineinhalb Stunden lang dauern kann. An günstig gelegenen Ladestationen – die gibts mittlerweile in brauchbarer Anzahl und man findet sie problemlos mit einer guten App wie EnBW mobility – genießt man währenddessen einen Pausenkaffee, liest ein wenig oder spaziert ein paar Schritte. Das so geladene Auto läuft verlässlich, ist insbesondere im Berggebiet unglaublich lässig zu fahren und erfordert kaum Wartung – ich würde nie wieder etwas anderes fahren! Die Reichweite wird bei neueren Modellen immer größer, aber selbst mit „meinen“ 390 Kilometern (im Sommer, bei Kälte wird es etwas weniger) sind auch ferne Ziele in vernünftiger Zeit erreichbar.
Vor allem die Batterie-Herstellung erfordert (noch) heikle Materialien und ruft erhebliche Treibhausgas-Emissionen hervor. Doch im Betrieb sind E-Autos laut allen Studien deutlich umweltfreundlicher als Verbrenner, vor allem in Ländern, in denen viel erneuerbare Energie produziert wird. Besonders glücklich ist, wer eine eigene Photovoltaikanlage installieren kann und sein E-Mobil fortan mit Gratisstrom füttert.
Das allerbeste wäre: Gar kein Auto. Je nach dem Wohnort und den Anforderungen ermöglicht Carsharing günstig, weil ohne eigene Autokosten, kurze oder nur gelegentliche Fahrten.